Wie die Werte, Ampeln und prospektiven Track Records entstehen.
Gold, Silber und Bitcoin werden darauf geprüft, ob sie gegenüber ihrer eigenen historischen Entwicklung stark überdehnt sind. Sind mindestens zwei der drei Märkte gleichzeitig überdehnt, wechselt die Ampel auf Gelb = Warten. Andernfalls gilt Grün = Investieren.
Die Ampel versucht damit nicht, Hoch- oder Tiefpunkte vorherzusagen, sondern außergewöhnlich ungünstige Einstiegsphasen zu erkennen.
Wenn die Timing-Ampel Grün zeigt, bewertet der Allokationsalgorithmus Gold, Silber und Bitcoin anhand ihrer relativen Marktposition. Daraus entsteht die angezeigte Aufteilung des neuen Kapitals.
Bestehende Bestände werden dabei nicht verändert. Die Allokation beantwortet ausschließlich die Frage: Wo würde neues Kapital unter den aktuellen Modellbedingungen eingesetzt?
Für jedes Paar – Gold ⇄ Silber, Gold ⇄ Bitcoin und Silber ⇄ Bitcoin – wird eine relative Bewertungswaage berechnet.
Grundlage ist die historische Position des jeweiligen Preisverhältnisses innerhalb eines rollierenden 2-Jahres-Fensters. Besonders ausgeprägte Bereiche werden über das 20./80. Perzentil definiert. Zusätzlich verlangt das Modell eine 4-Wochen-Umkehrbestätigung, bevor aus einer extremen relativen Bewertung ein Switch-Signal werden kann.
Die Regeln wurden vor der prospektiven Beobachtung festgelegt. Seitdem werden die Signale ohne nachträgliche Optimierung weiterverfolgt.
Beim Fresh-Capital-Test werden virtuell CHF 1’000 pro Monat nach dem jeweils aktuellen Signal verbucht.
Beim Switch-Test sammelt jedes Asset-Paar ebenfalls virtuell CHF 1’000 pro Monat. Erst ein neues grünes Switch-Signal eröffnet eine Kohorte. Anschließend wird verglichen, was aus demselben Kapital geworden wäre bei SWITCH gegenüber HALTEN.
Die Auswertung erfolgt nach 4, 13, 26, 52 und 104 Wochen.
Zusätzlich wird die Break-even-Friktion berechnet. Sie zeigt, wie hoch sämtliche angenommenen Switchkosten maximal hätten sein dürfen, bevor Halten genauso gut gewesen wäre wie Umschichten.
Das Cockpit ist ein prospektives Forschungsexperiment und keine Prognosemaschine. Es kennt weder persönliche Einstandspreise noch Steuern oder individuelle Transaktionskosten. Die Modelle wurden anhand historischer Marktdaten entwickelt; daraus folgt nicht, dass die beobachteten Zusammenhänge künftig fortbestehen.